Die Frage ist nicht "Was kann ich tun?",

sondern "Was kann ich lassen,...?"

(Masanobu Fukuoka)

 

Eingangs wurde die Frage nach dem "guten Gemüse" gestellt und den möglichen Wegen, es zu erzeugen. Hier muss man sich mit den - philosophischen ebenso wie den wissenschaftlichen - Formen anfreunden, wie sich Fragen überhaupt beantworten lassen. Man stößt dabei auf eine klare, wenn auch ungeliebte Aussage:
"Die" Antwort finden, ist ein Prozess der davon lebt, das "Gefundene" permanent zu prüfen und - wenn nötig -  zu widerlegen. Nur so schaffen wir Platz, für die jeweils richtige Möglichkeit, die dem Augenblick angemessen ist.
 
 
Das klingt abstrakt, daher ein kurzes Beispiel:

Thema Mulchen - Ist mulchen "gut"?

Die Antwort lautet: "Es kommt drauf an..."
Mit dieser Antwort werden wir oft konfrontiert sein, es bedeutet einfach: die "Qualität" des Moments wahrnehmen und darauf reagieren.
Also: "Ist mulchen gut?" Hier ein paar Auszüge aus dem komplexen Thema.
 
Ja!
  • Mulchen schützt die Bodenoberfläche vor Erosion
  • vermeidet Austrocknung
  • liefert Nährstoffe
  • hält Temperaturschwankungen gering
  • kann, je nach verwendetem Mulchmaterial, den pH-Wert des Bodens beeinflussen
Nein!
  • vermindert eine Erwärmung des Bodens im Frühjahr
  • ist optimales Lager für Schnecken und andere "Mitesser"
  • hält den Boden zu feucht und kann zu Fäulniss führen
  • kann, je nach verwendetem Mulchmaterial, überdüngend wirken
  • kann, je nach verwendetem Mulchmaterial, keimhemmend auf Saatgut wirken
 
An diesem kurzen Beispiel soll verdeutlicht werden, worum es in unserem Projekt - neben dem leckeren Gemüse - auch geht. Auf die meisten Fragen gibt es keine einfache "Ja-" oder "Nein-"Antwort!
Dafür gibt es Möglichkeiten und davon jede Menge. Unsere Aufgabe ist, gut zu beobachten. Dazu braucht man nicht die Augen eines Fachmanns, sondern alle Augen! Einen guten Rat wird es immer geben.
So ist eins sicher, es wird nie langweilig in den Gärten!

 

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